Aktion Augenschein (1): Twittern im Museum

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Aktion Augenschein oder: Das schau ich mir mal genauer an!

  • Was? Twittern im Museum
  • Wann? 21.10.2011
  • Wo? Residenzmuseum, München

Worum gehts?

»Twittern im Museum« ist ein Social-Media-Event, das sich der »aufbruch. museen und web 2.0 / münchen« ausgedacht hat:

»Das Team des „aufbruch. museen und web 2.0“ lädt zum offenen Social-Media-Event und besucht ab jetzt regelmäßig Museen in Bayern zum gemeinschaftlichen Twittern (Hashtag: #mukomuc).«

Was passiert da?

Kunstinteressierte treffen sich zu einer gemeinsamen Museumsführung. Wenn sie Social Media nutzen, erfahren sie davon über den Kurznachrichtendienst Twitter, indem sie nach dem erwähnten Hashtag (Stichwort) #mukomuc suchen oder über das Blog und die Facebook-Seite von »aufbruch.museen & web 2.o«. Auch auf den Webseiten und Social-Media-Profilen der beteiligten Museen werden die Events angekündigt. So erfahren auch Interessierte davon, die Social Media (noch) nicht nutzen.

Wer also Zeit und Lust hat, zur angekündigten Zeit im angekündigten Museum vorbeizuschauen, ist dazu herzlich eingeladen. Alle Teilnehmenden der Twitter-Führung bekommen einen Button, damit sie nicht verloren gehen ;-) , und schon geht es los.

Idealerweise hat man ein Smartphone (oder einen Tablet PC) dabei und twittert zwischendurch seine Eindrücke vom Museum und der Führung. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Was soll das? 

Als kunstinteressierter Mensch kann ich natürlich jederzeit ins Museum gehen und eine »normale« Führung machen. Wenn ich kommunikativ bin, komme ich dort vielleicht auch mit dem einen oder der anderen ins Gespräch, die ich zuvor nicht kannte und kann mich über das Gesehene und Erlebte austauschen. Bis hierhin unterscheidet sich die Twitter-Führung kaum von einer anderen Museumsführung, außer dadurch, dass ich vorher schon sehen kann, wer kommen wird, sofern die Teilnehmenden das über Twitter oder andere Kanäle kundgetan haben. Ich kann also schon im Vorfeld der Führung mit anderen Teilnehmenden in Kontakt treten und mich mit ihnen austauschen.

Bei einer herkömmlichen Führung kann ich meinen Freunden und Bekannten erst hinterher erzählen, was ich erlebt habe. Das ist bei einer Twitter-Führung anders. Denn durch die Echtzeit-Kommunikation kann ich sofort mitteilen, was ich gerade sehe, was bemerkenswert daran ist und was ich darüber denke. So können auch die »Daheimgebliebenen« an der Führung teilnehmen und sich in die Diskussion einklinken. Denn während die Führung stattfindet, können sich alle, die bei Twitter angemeldet sind, anhand des Hashtags beteiligen. An einer Twitter-Führung nehmen also nicht nur diejenigen teil, die gerade in persona vor Ort sind, sondern darüberhinaus alle, die sich dafür interessieren und die Führung auf Twitter live verfolgen.

Was bringt das?

Für die Museen bringt es Aufmerksamkeit und eine Erweiterung ihres Radius. Das Publikum einer Twitter-Führung ist wesentlich größer als die Gruppe, die gerade durch das Museum geführt wird. Auch diejenigen, die gar nicht vor Ort dabei sind, können sich an der Führung beteiligen, indem sie  Fragen stellen, die Tweets kommentieren, Links posten etc. Die Events finden außerdem Nachhall in Blogbeiträgen, wie diesem oder diesem und natürlich können die Museen auch selbst vorher und nachher über das Event berichten.

Die Teilnehmenden an einer Twitter-Führung  treffen auf Gleichgesinnte, mit denen sie auf unkomplizierte Weise kommunizieren und sich austauschen können und mit denen sie anschließend in Kontakt bleiben können. Wen man bei einer Twitter-Führung kennengelernt hat, behält man sicher in Erinnerung. Und auch zum Museum selbst kann man auf einfache Weise Kontakt herstellen und halten.

Fazit

»Twittern im Museum« bringt Menschen zusammen, die ein gemeinsames Interesse teilen über das sie sich unverkrampft und zwanglos austauschen können und es kann Menschen neugierig machen, die über Twitter mitbekommen haben, wie interessant, spannend und lustig ein Besuch im Museum ist. Also: Daumen hoch für dieses innovative Social-Media-Event!

Eine Nebenwirkung möchte ich allerdings nicht unerwähnt lassen: Twittern im Museum hat ein großes Suchtpotenzial ;-)

Der nächste Tweetup am 7.12. steht übrigens schon vor der Tür und diesmal ganz im Zeichen des herannahenden Weihnachtsfestes.

 

arbeitet als selbstständige Projektmanagerin für Kunden aus der Kultur-, Verlags- und Medienbranche. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Konzeption von Kulturvermittlungsprojekten und (Social-)Web-Präsenzen, Redaktion, Text und Webdesign. Seit 2009 beschäftigt sie sich intensiv mit den interaktiven Möglichkeiten des Social Web für Kultureinrichtungen, schreibt Artikel und hält Vorträge zu diesem Thema und co-organisiert seit 2012 die KultUp-Kultur-Tweetups. Sie betreibt das private Klassik-Blog WDRSOfan und ist im Web auch hier zu finden: Website | Facebook | Twitter | Google+ | Xing

Ein Kommentar

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