Hilfreiche Lektüre: Social Media im Kulturmanagement

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Das Buch »Social Media im Kulturmanagement« bietet auf kompakte Weise eine umfassende Darstellung aller aktuellen Netzwerke, Tools, Strömungen, Diskussionen und Entwicklungen des Social Web. Es zeigt den Nutzen des Engagements in den Social Media für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen auf und enthält konkrete Beispiele für erfolgreiche Anwendungsmöglichkeiten. Es ist sowohl für den Einstieg ins Thema als auch zur Vertiefung geeignet.

Tagungsband der stART.10

Hinter dem Buchtitel verbirgt sich der Tagungsband zur stART.10, der zweiten stARTconference zum Thema Kultur & Web 2.0, die im Herbst 2010 in Duisburg stattfand.

Social Media im Kulturmanagement

Hilfreiche Lektüre

Seit 2009 bildet die stARTconference die Brücke zwischen Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen und denjenigen, die sich in allen Bereichen des Webs, vor allem im sogenannten Web 2.0 oder Social Web, bestens auskennen. Dank der stARTconference haben bereits viele Kultureinrichtungen und KünstlerInnen gelernt, die neuen Kommunikationskanäle und Vernetzungsmöglichkeiten für ihre Arbeit zu nutzen und ihren Aktionsradius zu erweitern.

Social-Media-Grundlagen und Best-Practice-Beispiele

Das letztjährige Konferenzmotto »Riding the avalancheauf der (Social Media) Lawine reiten« spiegelt sich auch im Inhalt des Buches wider. Es umfasst praktische Web-2.0-Grundlagen, erfolgreiche Social-Media-Strategien von Kulturbetrieben, neue Geschäfts- und Finanzierungsmodelle und aktuelle Forschungsergebnisse. In der Einleitung und im einführenden Grundlagenteil werden die wichtigsten Netzwerke und Tools der Web-2.0-Welt teils stichwortartig, teils ausführlich vorgestellt. Karin Janners Kapitel »Blog, Facebook, Twitter, YouTube« hält nicht nur das Versprechen seines Untertitels – Orientierung im Dschungel der Tools – es bietet darüber hinaus wertvolle Anregungen, wie man die Werkzeuge zur Vermittlung der eigenen Inhalte am sinnvollsten nutzt und kombiniert.

Axel Kopp sorgt mit seinen Beiträgen für einen erhellenden Einblick in den Social-Media-Werkzeugkasten und widmet sich im Kapitel »Facebook für Kulturbetriebe: From Zero to Hero« eingehend dem sagenumwobensten aller Social Networks. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Praxiserfahrung erläutert er ausführlich wie Kulturbetriebe Facebook optimal handhaben können. Informative und kurzweilige Beiträge über den Nutzen geosozialer Netzwerke und die Einbindung von Communities runden den Grundlagenteil des Buches ab.

Die vorgestellten Best-Practice-Beispiele im dritten Teil des Buches vermitteln ergänzend ein anschauliches Bild, wie die vielseitigen Möglichkeiten des Social Web bereits zum Einsatz gekommen sind. Wobei die Spannbreite der Social-Media-Aktiven von bekannten Kulturinstitutionen wie der Bayerischen Staatsoper bis zum Landschloss Zeilitzheim, dem kleinen Kulturzentrum in Franken, reicht. Ein schöner Beweis dafür, dass für eine erfolgreiche Nutzung von Social Media nicht die Größe der Einrichtung, sondern vor allem die persönliche Herangehensweise und das authentische Auftreten in den Netzwerken ausschlaggebend ist.

Crowdfunding und Geschäftsmodelle im Web 2.0

Der Finanzierungsmethode des Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und neuartigen Geschäftsmodellen im Web 2.0 widmet sich der vierte Teil des Buches. Ein umfangreicher Themenkomplex, der ausgewogene Betrachtung findet. Die Beiträge vermitteln anschaulich, dass mit Hilfe von Freunden und Unterstützern im Social Web zwar Vieles bewegt und realisiert werden kann, allerdings nicht – wie es vielleicht scheinen mag – auf magische Weise oder auf Knopfdruck, sondern nach wie vor durch Überzeugungskraft, überlegtes Handeln und kontinuierliche Arbeit. Es wird aber dennoch klar, dass es dank des Social Web noch nie so einfach war, Gleichgesinnte, Fans und finanzielle Unterstützer für die eigene (Kultur-)Sache zu gewinnen.

Das Gegengewicht zu den Praxiskapiteln bilden die Teile drei und fünf mit theoretischen Grundlagen und Forschungsergebnissen, in denen die Phänomene des Social Web diskutiert und durchleuchtet werden und es um die Frage aller Fragen geht: Bringt das Engagement im Social Web denn wirklich etwas?
Unter anderem können Auszüge der Studienergebnisse über das Social-Media-Engagement deutscher Museen und Orchester von Ulrike Schmid und über Social Media im Kulturmarketing von Helge Kaul nachgelesen werden.

book2look

Wer mag, kann dank des book2look-Widgets einen Blick ins Buch werfen und anhand des Inhaltsverzeichnisses, des Indexes und des Kapitels »Warum Crowdfunding kein schnelles Geld verspricht« von Wolfgang Gumpelmaier einen Eindruck gewinnen:

Bibliographische Angaben:

Karin Janner, Christian Holst, Axel Kopp (Hrsg.)
Social Media im Kulturmanagement – Grundlagen, Fallbeispiele, Geschäftsmodelle, Studien
mitp-Verlag
ISBN 978-3-8266-9110-2
456 Seiten, Softcover
€ 29,95

arbeitet als selbstständige Projektmanagerin für Kunden aus der Kultur-, Verlags- und Medienbranche. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Konzeption von Kulturvermittlungsprojekten und (Social-)Web-Präsenzen, Redaktion, Text und Webdesign. Seit 2009 beschäftigt sie sich intensiv mit den interaktiven Möglichkeiten des Social Web für Kultureinrichtungen, schreibt Artikel und hält Vorträge zu diesem Thema und co-organisiert seit 2012 die KultUp-Kultur-Tweetups. Sie betreibt das private Klassik-Blog WDRSOfan und ist im Web auch hier zu finden: Website | Facebook | Twitter | Google+ | Xing

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