MORUS: Ein neues Museum für New York

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Sam and Sadie Koenig Community Garden, NYC | Foto: Beyond My Ken

An Museen im Big Apple mangelt es wahrlich nicht und doch soll nun im New Yorker East Village noch ein neues hinzukommen: das »MORUS – Museum of reclaimed urban space«.

Geplant ist also kein weiterer »Musentempel«, sondern ein kleines, innovatives Geschichtsmuseum, das die Rückeroberung des öffentlichen Raumes durch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dokumentieren will:

This small, innovative history museum and living archive will highlight how East Village community members and grassroots organizations stepped up and helped transform abandoned buildings and vacant lots into vibrant community spaces and thriving community gardens. Many of these grassroots, sustainable efforts spread to communities outside the neighborhood and can be seen today throughout the world.

In den vergangenen 25 Jahren haben die New Yorker Graswurzelbewegungen Hinterhof-Betonwüsten in öffentliche Gärten verwandelt, leerstehende Gebäude für die gemeinschaftliche Nutzung hergerichtet und Kunstwerke in ihrer eigenen Nachbarschaft geschaffen. Im MORUS soll diese beeindruckende Menge an Aktivitäten nicht nur dokumentiert werden, es soll auch eine Anlaufstelle für wissenschaftliche Forschung, z. B. zum Bereich Human Services, werden.

Wer mehr über das MORUS und seine zur Zeit laufende Crowdfunding-Aktion zur Finanzierung des Museums erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Website »MORUS – Museum of reclaimed urban space« und in diesem Film:

Ich finde den Blick über den großen Teich auf diese Initiative auch vor dem Hintergrund der hierzulande gerade entfachten »Kulturinfarkt«-Debatte interessant,  zu der ich an dieser Stelle nur die Rezension des umstrittenen Buches und den Kommentar von Prof. Birgit Mandel bei Kulturmanagement Network zitieren möchte. Während bei uns noch darüber gestritten wird, ob Laienkultur überhaupt »diskutabel« ist, errichten sich die New Yorker bereits selbst ein Museum dafür.

arbeitet als selbstständige Projektmanagerin für Kunden aus der Kultur-, Verlags- und Medienbranche. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Konzeption von Kulturvermittlungsprojekten und (Social-)Web-Präsenzen, Redaktion, Text und Webdesign. Seit 2009 beschäftigt sie sich intensiv mit den interaktiven Möglichkeiten des Social Web für Kultureinrichtungen, schreibt Artikel und hält Vorträge zu diesem Thema und co-organisiert seit 2012 die KultUp-Kultur-Tweetups. Sie betreibt das private Klassik-Blog WDRSOfan und ist im Web auch hier zu finden: Website | Facebook | Twitter | Google+ | Xing

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