stARTcamp Köln 2011: Innovativ, kreativ, intensiv

| 1 Kommentar

Am 7.10. öffnete das erste stARTcamp in Köln seine Tore für eine bunte Vielfalt von Menschen, die sich hauptberuflich mit Kunst, Kultur und dem (Social) Web beschäftigen. Als Satellit der stARTconference, die sich seit 2009 dem Themenbereich »Kultur & Web 2.0« widmet, stand das stARTcamp Köln unter dem Motto »Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit«.

Schmelztiegel stARTcamp

Von Wibke Ladwig, Anke von Heyl und Ute Vogel hervorragend als Mashup aus Konferenz und Barcamp organisiert, gab es einen Tag lang Vorträge und spontane Sessions zu den Themen Crowdsourcing, Netzwerke, neue Arbeitsformen, Potenzial von Social Media für Museen und Verlage und Nachhaltigkeit von Social Media, um nur einige zu nennen.

Die »Herbergsmütter« schafften es dabei von Anfang an, eine sowohl entspannte wie inspirierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Nach ebenso charmanten wie klaren Ansagen – temporäres Du, Vorstellungsrunde mit Namen und drei Stichwörtern – wurde aus der Runde von 130 Teilnehmenden unterschiedlichster Couleur in kürzester Zeit eine betriebsame Camp-Gemeinde, die sich ihren Tagesablauf je nach Wissensangeboten und -wünschen selbst gestaltete.

PA072663

Foto: Oliver Schwarz | schwarzdesign

Die Frage aller Fragen

In verschiedenen Sessions ging es um die implizite Frage des stARTcamps, die auch explizit oft zu hören ist: Wie viel Zeit »kostet« der Einsatz von Social Media denn nun? Eine Frage, die berechtigt scheint und doch am Kern der Sache vorbeigeht.

Christian Henner-Fehr (Die Social Media Falle) brachte als einer von vielen zur Sprache, dass die Nutzung von Social Media nicht von der eigentlichen Arbeit abhält oder zur »normalen« Arbeit hinzukommt und somit »Zeit kostet«. Im Gegenteil: Die Nutzung von Social Media ist vielmehr integraler Bestandteil der eigenen Kommunikation – sei es der privaten oder der professionellen. Es ist eine prinzipielle Art, sich mitzuteilen und auszutauschen für oder gegen die man sich entscheidet. Das setzt ein generelles Interesse daran voraus, einen offenen Umgang zu pflegen, voneinander zu lernen und eigenes Wissen zu teilen. Die Frage müsste also eher lauten:
Möchte ich mich (persönlich oder als Unternehmen/Kultureinrichtung) auf diese Art des Umgangs und der Kommunikation einlassen, die gleichzeitig sehr fordernd wie überaus gewinnbringend sein kann.

Austausch von Wissen, Erfahrungen und Meinungen

Veranstaltungen wie das stARTcamp oder die stARTconference sind überaus wichtig. Sie sind ein Treffpunkt für diejenigen, die sich noch gar nicht oder erst vor kurzem ins Social Web »hineingewagt« haben und denjenigen, die dort mit Leib und Seele beheimatet sind. Neben dem Wissensaustausch finden offene Diskussionen und konkreter Erfahrungsaustausch statt, man lernt sich kennen, kann sich vernetzen, Beziehungen aufbauen und pflegen. Gelebtes Social Web sozusagen.

iphone-2011-10-09 006

@KuWiWege und @UlrikeSchmid bei der Beziehungspflege ;-) Foto: Karin Janner

Die Frage, ob und wie man sich auf »so etwas« einlassen möchte, können die Teilnehmenden dann letztlich nur für sich selbst beantworten.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatorinnen, die diesen Tag möglich und an alle Teilnehmenden, die das stARTcamp zu dieser interessanten und inspirierenden Veranstaltung gemacht haben.

PS: Wer sich das jetzt mal aus der Nähe ansehen will – die nächste Gelegenheit dazu besteht am 17. und 18. November in Duisburg auf der diesjährigen stARTconference zum Thema »Die Kunst des digitalen Erzählens«.

 

arbeitet als selbstständige Projektmanagerin für Kunden aus der Kultur-, Verlags- und Medienbranche. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Konzeption von Kulturvermittlungsprojekten und (Social-)Web-Präsenzen, Redaktion, Text und Webdesign. Seit 2009 beschäftigt sie sich intensiv mit den interaktiven Möglichkeiten des Social Web für Kultureinrichtungen, schreibt Artikel und hält Vorträge zu diesem Thema und co-organisiert seit 2012 die KultUp-Kultur-Tweetups. Sie betreibt das private Klassik-Blog WDRSOfan und ist im Web auch hier zu finden: Website | Facebook | Twitter | Google+ | Xing

Ein Kommentar

  1. Pingback: Dokumentation stARTcamp Köln 2011 | stARTcamp Köln

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.